Griechisch 2011 - 2013 1. Hinweise zur Art und Bearbeitung der Aufgaben für das Abitur 2011 - 2013
1.1 Aufgabenzahl und -auswahl
Der Fachlehrkraft werden zwei Aufgaben zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen zur Auswahl vorgelegt.
Die Abiturientinnen und Abiturienten erhalten eine Prüfungsaufgabe zur Bearbeitung. Falls eine kreativ-produktive Aufgabe zu bearbeiten ist, werden den Abiturientinnen und Abiturienten einzelne Aufgaben zur Wahl gestellt.
1.2 Aufgabenart
Die schriftliche Abiturprüfung besteht aus einer Klausur mit einem Übersetzungs- und einem Aufgabenteil. Die Übersetzung beansprucht in der Regel zwei Drittel, die Bearbeitung des Aufgabenteils ein Drittel der verfügbaren Arbeitszeit.
(Anm.: Hilfen zur Formulierung kompetenzorientierter Aufgaben finden sich in den Handreichungen zur Leistungsmessung des IQSH und des MBF (2005), Anlage 4.6. (S. 45).
Besonders gelungene Beispiele für den Aufgabenteil aus den Abiturprüfungen 2006 und 2007 sind im Fächerportal des IQSH veröffentlicht.)
1.3 Bearbeitungs- und Vorbereitungszeit
Die Bearbeitungszeit beträgt 300 Minuten.
1.4 Hilfsmittel
griechisch-deutsches Wörterbuch
2. Themenkorridor
Die Arbeit an den vorgegebenen Schwerpunktthemen umfasst in der Regel nicht mehr als zwei Drittel der zur Verfügung stehenden Zeit eines Halbjahres.
Alle vier Themenbereiche des Lehrplans müssen bearbeitet sein.
2.1 „Die Rede als instrumentum“
Autor/Textgrundlage: Lysias: Reden
Lehrplanbezug: Themenbereich 4: Wege des Menschen, die Welt und sich zu erklären: Kunst, Technik und Wissenschaft
Die Behandlung entsprechender Textauszüge soll sich an folgenden leitenden Gesichtspunkten orientieren:
- Überzeugen und Überreden
- Griechische Rhetorik:
- Anfänge
- Formen
- Bestandteile
- genera (politische Rede, Gerichtsrede etc.)
- Wirkung (Psychagogie)
- Die Bedeutung antiker Rhetorik in unserer Gesellschaft
- Philosophie versus Rhetorik?
2.2 „Menschliches versus göttliches Recht?“
Autor/Textgrundlage: Sophokles: Antigone
Lehrplanbezug: Themenbereich 3: Glaube und Vernunft: Mythos, Religion und Philosophie
Die Behandlung entsprechender Texte soll sich an folgenden leitenden Gesichtspunkten orientieren:
- Göttliche Weisheit und menschliche Verblendung
- Eigenverantwortung und Schuld
- Die Tragödie als proprium der attischen Demokratie
- Sophokles als Dichter der attischen Demokratie
- Original und Rezeption im Vergleich
Anhang: Liste der zu erwartenden Arbeitsaufträge (Operatoren)
(Liste laut EPA Griechisch i.d.F. vom 10.02.2005 , S. 51ff.)
Operatoren |
Definitionen |
AB |
Nennen |
definierte Begriffe/Phänomene (er)kennen und knapp und präzise wiedergeben |
I |
Benennen |
Sachverhalte/Inhalte mit einem Begriff versehen |
I - II |
Zusammenstellen |
Begriffe/Elemente nach vorgegebenen oder selbst erarbeiteten Gesichtspunkten sammeln |
I - II |
Ordnen |
Begriffe/Elemente nach vorgegebenen oder selbst erarbeiteten übergeordneten Gesichtspunkten systematisieren |
I - II |
Beschreiben |
einen Sachverhalt/einen Zusammenhang in eigenen Worten darlegen |
I - II |
Darstellen |
einen Sachverhalt/einen Zusammenhang strukturiert wiedergeben |
I - II |
Einordnen |
einen Sachverhalt/eine Aussage mit erläuternden Hinweisen in einen Zusammenhang einfügen |
I - II |
Zusammenfassen |
wesentliche Aussagen komprimiert und strukturiert wiedergeben |
I - II |
Belegen |
(vorgegebene oder selbst aufgestellte) Behauptungen/Aussagen durch Teststellen nachweisen |
II |
Erklären |
einen Sachverhalt in einen Zusammenhang (z.B. Regel, Modell, Kontext) einordnen und die bestehenden inneren Beziehungen darlegen/begründen |
II |
Gliedern |
einen Text (ev. mit sprachlicher/formaler/ inhaltlicher Begründung) in Sinnabschnitte einteilen und diesen Abschnitten jeweils eine zusammenfassende Überschrift geben |
II |
Herausarbeiten |
in den Aussagen eines Textes einen bestimmten Sachverhalt erkennen und darstellen |
II |
Charakterisieren |
Sachverhalte und Personen in ihren Eigenarbeiten beschreiben und diese dann unter einem bestimmten Gesichtspunkt zusammenführen |
II |
Paraphrasieren/
Paraphrase geben |
mit eigenen Worten den Textinhalt unter Wahrung der Informationsreihenfolge wiedergeben |
II |
Metrisch analysieren |
einen Vers mit Symbolen für kurze und lange Silben sowie für Zäsuren darstellen |
II |
Gestalten/
Entwerfen |
Aufgaben auf der Grundlage von Textkenntnissen und Sachwissen gestaltend interpretieren |
II - III |
Definieren |
den Inhalt eines Begriffes so knapp und präzise wie möglich erklären |
II - III |
Erläutern |
wie Erklären, aber durch zusätzliche Informationen (ev. durch Beispiele, Belege, Begründungen) nachvollziehbar verdeutlichen |
II - III |
Begründen |
einen Sachverhalt/eine Aussage durch nachvollziehbare Argumente stützen |
II - III |
Deuten |
eine Textaussage durch Verknüpfen von Textstellen mit außertextlichem Bezugsmaterial verständlich machen |
II - III |
Nachweisen/
Zeigen |
einen Sachverhalt/eine Aussage durch eigene Untersuchungen am Text bestätigen |
II - III |
Stellung nehmen |
unter Heranziehung von Kenntnissen (über Autor, Sachverhalt, Kontext) eine eigene begründete Position vertreten |
II - III |
Untersuchen/
Analysieren |
unter gezielten Fragestellungen sprachliche, inhaltliche und/oder strukturelle Merkmale eines Textes herausarbeiten und im Zusammenhang darstellen |
II - III |
Vergleichen |
nach vorgegebenen oder selbst gewählten Gesichtspunkten Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten und Unterschiede ermitteln und darstellen |
II - III |
Erörtern |
eine These/Problemstellung in Form einer Gegenüberstellung von Argumenten und Gegenargumenten untersuchen und mit einer begründeten Stellungnahme bewerten |
III |
Interpretieren |
auf der Basis methodisch reflektierten und sachangemessenen Deutens von textimmanenten und ggf. textexternen Elementen und Strukturen die Gesamtdeutung eines Textes bzw. Textteils selbstständig erarbeiten und ein komplexes Textverständnis nachvollziehbar darbieten |
III |
Übersetzen |
einen Text vollständig, zielsprachenorientiert und unter Berücksichtigung des historischen Hintergrundes sowie der Intention des Autors im Deutschen wiedergeben |
III |
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